Freitag, 23. März 2018

Woher kommt Ostern und welche Bräuche werden immer noch gelebt


Ostern hat seine Wurzeln im heidnischen Brauch.Es ist das Frühlingsfest wo die Göttin Ostara im Frühjahr verehrt wurde.

Gemeinsam mit ihrem Begleiter dem Hasen - der für die wiederkehrende Fruchtbarkeit und Lebenslust steht. 
Das zunehmende Licht - das Erwachen der Natur und der Neubeginn wurde in hohem Ausmaß geehrt und gefeiert.

Es ist die Auferstehung der Natur - heute ist es die Auferstehung Christi.
 
Bis heute haben sich Rituale oder Bräuche rund um Ostern - Ostara gehalten. 

WANN WIRD OSTERN GEFEIERT

Dieses Fest ist an keinem fixiertem Datum wie etwa Weihnachten zu feiern. Ostara richtet sich nach dem Mond.
Das Fest wird frühestens am Wochenende zum 22. März oder spätestens am 25. April gefeiert und es ist IMMER der "ersten Frühlingsvollmond". Wann genau immer der ist - gibt dir ein Mondkalender vor.Dieses Jahr fällt der Vollmond auf 31.03.2018 und Ostersonntag auf den 1.April.

WAS HAT ES MIT DEM EI UND DEM OSTERHASEN AUF SICH

Der hase war wie bereits erwähnt der begleiter der Frühlingsgöttin Ostara. Er symbolisiert die fruchtbarkeit was ja auch in der Natur schwer zu verkennen ist. Sie vermehren sich enorm ;-)

Das Ei ist Sinnbild des "neuen Lebens".
Erst neulich habe ich gelesen - dass in der Winterzeit die Hühner keine Eier legen(das wußte ich nicht - zumal wir ja von den Supermärkten jahrein - jahraus damit versorgt werden . Somit ging wieder ein alter Brauch verloren;-( ) und im Frühling wieder damit beginnen Eier zu legen. Nach Erzählungen nach - war genau dies der Grund für die "Eiersuche".

Warum bis heute der Osterhase die Eier bringt ist unbekannt.
Ich selber verbinde den Zusammenhang der Symbolik damit.

Göttin Ostara - ihr Begleiter der Hase und die Fruchtbarkeit das Ei.

WARUM FÄRBEN WIR DIE EIER BUNT

Auch dieser Brauch reicht weit bin ins Mittelalter zurück.
Die Grundfarbe des Eier färbens lag in der Roten Farbe. Rot symbolisiert das Leben und die Fruchtbarkeit. Um die Eier haltbar zu machen - kochte man sie hart und um sie von den anderen Eiern unterscheiden zu können wurden sie eben mit roter Pflanzenfarbe eingefärbt.

 
OSTEREIER MIT PFLANZENFARBE FÄRBEN
Zutaten
  • Rosenblätter - färben Grün
  • Malven - färben Grau
  • Braune Zwiebelschalen - färben Rot - Orange
  • Gelbwurz = Kurkuma - färbt tiefes Gelb
  • weiße Eier
  • Essig
  • Wasser
  • Töpfe
Zubereitung
Gelbwurz im Wasser auflösen und aufkochen – Rosenblätter zerkleinern, in ein Teesackerl geben und aufkochen – Braune Zwiebelschale zerkleinern in ein Teesackerl geben und aufkochen – Malven in ein Teesackerl geben und aufkochen lasen.In alle Töpfe einen Schuß Essig geben.
Eier mit Essig abwischen (es geht damit auch der rote stempel ab) 10 - 12 Minuten darin kochen lassen und über Nacht darin liegen lassen.
 

Auch das Lämmchen gilt als Symbol des Lebens. Es gibt uns Milch - Käse für manche auch das Fleisch - außerdem bekommen wir die wertvolle Wolle von ihm.
Das Lamm wird oft mit dem Brauch von Ostern herangezogen bzw. gilt das Lamm als Opfertier. Der Ausdruck Opfer gefällt mir so gar nicht - deshalb bezeichne ich es als "Geschenk"
 
Das Oster - Lämmchen wird in jeglicher Form verschenkt.

Ich habe eines gebacken.

Zutaten
  • 2 Eier
  • 110 g Zucker
  • 120 g Butter
  • 160 g Mehl 
  • 1 EL Backpulver

Zubereitung
Eiweiß zu Schnee schlagen. Dotter und Butter schaumig rühren.
Danach das Mehl und das Backpulver unterheben und bei 180° ca. 45 Minuten backen.


WAS IST EIN GEBILDNBROT UND WARUM MACHT MAN ES
 
Gebildbrot ist wie der Name schon sagt ein "Bild" - Brot. Also ein Brot in Symbol gelegt. Zu Ostara ist es Brauch ein solches in Form von einer Sonne - einem Kranz oder Hasen zu backen.

Ein Gebildbrot zu backen ist aus tratitionellem Anlass und wird oft verschenkt.


Zutaten
  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 125 g Butter
  • 250 g Mehl 
  • 125 g Milch
  • 1 Pkg.Trockenhefe
  • Rosinen
  • 2 EL Rum

Zubereitung
1 Eigelb, verquirlt mit etwas Milch, zum Bestreichen

Wer mag: Zuckerglasur und Hagelzucker zum Verzieren, gekochte & gefärbte Ostereier.

  • Hefe in der lauwarmen Milch auflösen.1 TL Zucker hinzu geben. Restlichen Zutaten in die Milch einrühren und mit Mehl zu einem glatten Teig kneten. Den Teig zugedeckt ca. 30 Minuten auf die doppelte Menge gehen lassen.
  • Den Teig in Kränze, Ringe, Kreuze, Hefezöpfe, Hasen oder andere verschlungene Gebilde formen, auf das mit Backpapier ausgelegte Blech geben, nochmals etwas gehen lassen und mit dem verquirlten Eigelb glasieren. Bei Bedarf mit Hagelzucker bestreuen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Min. bei 180° goldbraun backen.
  • Ein großer Hefezopf aus dieser Teigmenge braucht ca. 45 Minuten. Bei mehreren kleineren Gebäckstücken verringert sich natürlich die Backzeit.


PALMBUSCHERL UND SPEISEWEIHE


Auch das Palmbuschen binden und die Osterweihe war, bevor sie auf den Palmsonntag verlegt wurde, ein heidnischen Ostergebrauch und findet christlich immer einen Sonntag vor Ostern statt.

Rund um einem dickeren Ast werden Bux, Thujen, Haslenuss, Weidenkätzchen, Wacholder, Illex, Eibe, Eiche und Efeu zu einem Buschen gebunden.

Mit bunten Maschen und Bändern aufgehübscht.
Die geweihten Zweige sollten nicht nur das Haus vor Blitz und Feuer schützen, sondern sie wurden auch mit den Schalen der Ostereier und den Kohlen der Osterfeuer in den Ecken der Felder eingesteckt oder vergraben, um diese fruchtbar zu machen.

Die Segnung der Speisen ist auch in unser Heim eingezogen. Wir zelebrieren diesen Brauch schon jahrelang und ist in unserer Familie zur Tradition geworden. 

Eier - Gebildbrot - Osterlämmchen - Kren - Salz - Brot - Kräuter und immer auch etwas persönliches dürfen mit in unseren Korb. 

Mit dieser Speiseweihung wird auch das Ende der 40 Tage Fastenzeit eingestimmt.(Aschermittwoch - Karsamstag)

 


OSTERSTRAUCH

Noch ein Brauch ist es - kurz vor Ostern kahle Sträucher mit bunten Eiern zu schmücken. Um sie ins Haus zu holen sammelte man Palmkätzchen (die man wegen der Bienen und anderer Insekten nicht mehr nehmen soll!)
Ich habe diese kleinen Ästchen abgebrochen unter dem Strauch gefunden und nahm sie dankend mit.
Auch Haselzweige - Birkenzweige oder Kirschzweige wurden geschmückt.

Meistens zum "Gründonnerstag" wo auch der Spinat gerne gegessen wird.

Ich bereite mir wie seit mehreren Jahren die 9 Kräutersuppe zu.

 
9 KRÄUTERSUPPE
 
Ich habe oftmals darüber geschrieben und wir machen sie auch jedes Jahr im Jahreslehrgang zum/r Heilkräuterpädagogen/in.
 
Zutaten
je eine handvoll
  • Bärlauch
  • Veilchen
  • Schlüsselblumen
  • Gundermann/Gundlrebe
  • Scharbockskraut
  • Brennnessel
  • Giersch
  • Ehrenpreis
  • Beinwell
  • 1/2L Gemüsesuppe
  • 1 Zwiebel
  • 2 Kartofferl
  • 2 Karotten
  • 1 EL Öl
Kräutersalz oder so wie ich Bärlauchsalz (Bärlauch klein schneiden in ein Glas mit Salz füllen zuschrauben und 2 Wochen lang stehen lassen...jeden Tag schütteln)
Zubereitung
Zwiebel in Öl anschwitzen…mit Gemüsesuppe ablöschen.
klein geschnittene Kartoffel und Karotten zugeben.Kochen lassen bis diese weich sind.
Kräuter grob schneiden,anschließend pürieren.Mit Kräutersalz würzen und mit ein paar kleinen Blüten  garnieren. 
 

RITUAL ZU FRÜHLINGSBEGINN

Für mich ist es Brauch mich gerade in der Frühlingszeit ganz besonders mit Mutter Erde und Vater Himmel zu verbinden. Alleine schon aus größter Dankbarkeit, dass die Natur wieder erwacht und uns Menschen den Weg weist.

In der Natur besuche ich (m)einen Kraftplatz ,setzte mich mit dem Schneidersitz auf den Boden um der Mutter Erde sehr nahe zu sein. 

Die Hände strecke ich nach oben um mich auch mit Vater Himmel zu verbinden. Ich schließe dabei meine Augen und versuche mir klar vorzustellen wohin mich mein Herzenswunsch trägt.
Die Bilder vor meinem Auge werden immer deutlicher, denn nichts und niemand kann mir klarer verdeutlichen wohin mich mein Ziel bringt.

Du spürst nichts bei einem Ritual?

Schau nochmal ganz genau hin und gib dem „NICHTS“ einen Wert.
 
  • Was ist das Nichts?
  • Was macht es mit dir?
  • Welches Gefühl schenkt es dir?

Ganz  tief in deinem Herzen spürst auch du die Kraft deiner Intuition. Lass ihr freien Lauf – es versucht dir etwas mitzuteilen!

Nimm die Hilfe an, es weißt dir den Weg zu deiner Herzensangelegenheit. Mit all den Höhen und Tiefen wird es dich begleiten.

Mache dieses Ritual immer wider, das lehrt dich DEINEN Weg zu DIR selbst zu finden.

Du bekommst nach und nach klarere Bilder und sehe es als Geschenk an dich selbst.

Auch ich möchte „neu“ gebären, mich auf das einlassen was mir gerade geboten wird. Dass ich die Hilfen von „außen“ ( meine Begleiter in der Natur) warnehmen kann und sie auch annehmen werde.

Dieses und Vieles mehr wird mir in meinem Ritual gegeben.

Ich öffne wieder meine Augen, atme tief durch -  bevor ich mich von meinem Kraftplatz abwende.

Ich weiß dass meine Visionen nach und nach lebendiger werden sofern ich sie einfach nur lebe.

Voller Kraft und Zielstrebigkeit werde ich diesen Weg weiter gehen.

Es ist ein Ritual dass du immer wieder machen kannst doch im Frühling hat es eine sehr starke Bedeutung und Wirkung. Es ist ein Fest des erwachenden Frühlings und des Erwachen in DIR selbst!

In diesem Sinne wünsche ich dir Frohes Schaffen für dein Osterfest - viele freie Stunden die du in der Natur verbringen darfst und auf der Suche nach DEINEM Weg ins ICH.
Alexandra Skala - Diplom Heilkräuterpädagogin - Hallestrasse.73 - 4030 Linz - wegeinsich@liwest.at - 06504063304